Touristen bringen Weitsicht nach Romanshorn

In der Stadt Romanshorn am Bodensee fand ein bemerkenswertes Ereignis statt: das 8. Grosse Around The Bodensee CleanUp, der Nationale Cleanup Day und der World Cleanup Day, alles am 20. September 2025. 

Ein Tag der weltweiten Verantwortung

Am 20. September 2025 vereinten sich Menschen aus aller Welt, um die Umwelt zu schützen und zu säubern. An diesem Tag fanden das Grosse Around The Bodensee CleanUp, der World Cleanup Day und der Nationale Cleanup Day gleichzeitig statt. Diese globale Bewegung mobilisierte Millionen von Freiwilligen, die sich dem Ziel verschrieben haben, die Welt von Müll und Verschmutzung zu befreien.

Thurgau Bodensee Tourismus, ansässig in Romanshorn, unterstützt das Grosse Around the Bodensee CleanUp bereits seit zwei Jahren und war ebenfalls mit Helfenden Händen vor Ort. Auch organisierten und spendierten sie einen leckeren Znüni für die Teilnehmenden.

Die Bedeutung der Zusammenarbeit

Leider wurde auf deren Anfrage bei der Stadt Romanshorn mitgeteilt, dass der Event in der Romanshorner Bevölkerung nicht über soziale Medien kommuniziert werde, da es sich nicht um ihre eigene Veranstaltung handele.

Trotz dieser Umstände versammelte sich eine engagierte Gruppe von Touristen, um ihre Wertschätzung für den Bodensee zu zeigen, indem sie Müll sammelten. Ein Teilnehmer brachte die Motivation treffend auf den Punkt: „Es spielt keine Rolle, wo und unter welchem Namen der Müll gesammelt wird, Hauptsache, man tut etwas. Das Schöne an dem Projekt Around The Bodensee CleanUp ist, dass die Teilnehmer das Projekt selbst gestalten, wodurch es zu einem länderübergreifenden Gemeinschaftsprojekt wird.“ 

“Wir können nicht darauf hoffen und warten, dass jemand anderes die Probleme für uns löst. Wir müssen selbst aktiv werden und die Kraft der Gemeinschaft nutzen, um die Mikroplastikbelastung im Bodensee zu reduzieren.” So Co-Präsident des Vereins ocean-R-evolution, R. Marti der selbst auch mit dabei war beim CleanUp in Romanshorn. “Der Plastik, der nicht eingesammelt wird, zersetzt sich mit der Zeit in immer kleinere Stücke.”

Starker Zusammenhalt rund um den ganzen Bodensee

Auch Noemi Solombrino, die an jedem CleanUp rund um den See teilnimmt, kann das Kästchen-Denken nicht nachvollziehen. Gemeinsam mit so vielen Schulen, Gemeinden Vereinen, setzen die Teilnehmer seit 8. Jahren ein Zeichen des Zusammenhalts und Miteinanders in der Bodensee-Region. Auch an diesem Tag kamen Teilnehmer und Vereinsmitglieder von unterschiedlichen Gemeinden zusammen, was den starken Zusammenhalt bei diesem Projekt unterstreicht. Noemi Solombrino erklärte, dass die Weitsicht dieses länderübergreifenden Projekts, das am 20. September 2025 sogar schweizweit und weltweit Menschen vereint, für sie von grosser Bedeutung sei. “Beim Umweltschutz gibt es keine Orts- oder Ländergrenzen.” Leider ist dieses Miteinander noch nicht überall im Denken der Menschen verankert, selbst in den unterschiedlichen Gemeinden und Städten entlang des Bodensees, wie das Beispiel der Stadt Romanshorn verdeutlichte. “Wir werden jedoch nicht aufgeben und die betreffenden Gemeinden, Städte und Ämter jährlich wieder anfragen, da es manchmal einfach etwas länger dauert bis ein Umdenken stattfindet, oder ein interner Positionswechsel frischen Wind wehen lässt.”

Eine lange Reise für eine gute Sache

Diese synchronisierte Veranstaltung zog Teilnehmer aus verschiedenen Regionen an, darunter auch I. Pfäffli aus dem Kanton Aargau, der half, die Ufer des Bodensees von Abfall zu befreien.

I. Pfäffli, ein engagierter Unterstützer der CleanUp-Aktionen, begann seine Reise bereits um 6:15 Uhr morgens. Trotz der langen Zugfahrt, um pünktlich um 9 Uhr am Bodensee zu sein, betonte er wie wichtig ihm die Teilnahme seit vielen Jahren sei. Pfäffli setzt sich seit 2018 für diese Aktion am Bodensee ein und schätzt nicht nur die Schönheit der Bodensee-Region, sondern auch die Gemeinschaft und die vorausschauende Mentalität der Teilnehmer. Seine Verbundenheit zur Bodensee-Region und die kulinarischen Köstlichkeiten der unterschiedlichen Gebiete, die er dabei entdeckt, sind weitere Beweggründe für seine Teilnahme.

Überraschende Funde und Umweltschutz

Während des CleanUps stiessen die Teilnehmer auf eine Vielzahl von Gegenständen. Die Tochter einer Mitarbeiterin von Thurgau Bodensee Tourismus fand eine Taucherbrille, und auch ein Scheuerschwamm für Pfannen wurde geborgen. Zu den häufigsten Funden gehörten jedoch unzählige Zigarettenstummel, die das Trinkwasser belasten und Plastik enthalten. Ein Teilnehmer entdeckte einen Feuerwerkskörper direkt am Seeufer, der die Umwelt stark belastet. Auch Tage zuvor bei der Aktion in Salenstein wurden vermehrt Feuerwerkskörper gefunden. Weitere Funde umfassten Dosen, Glas und Plastikstücke.

Gemeinschaft zählt

Das CleanUp endete gegen Mittag und hinterliess einen bleibenden Eindruck. Spaziergänger waren erschrocken über den gesammelten Müll den die Teilnehmer auf einer Blache ausgelegt hatten. Dies erzeugte gute Gespräche. 

Einige der Teilnehmer genossen danach noch gemeinsam das schöne Wetter und die angenehme Gemeinschaft bei einem leckeren Mittagessen am Bodensee. Das Grosse Around The Bodensee CleanUp ist ein strahlendes Beispiel für gelebte Verantwortung und gemeinschaftlichen Einsatz für eine saubere Umwelt.

Ein Weltweites Zeichen

Die Teilnahme an solchen Aktionen zeigt, wie wichtig es ist, über Gemeindegrenzen und Ländergrenzen hinweg zusammenzuarbeiten, um die Region sauber und lebenswert zu halten. An diesem besonderen Tag sammelten Freiwillige weltweit, und zeigten damit dass jeder Einzelne einen Unterschied machen kann. Mit gemeinsamen Anstrengungen und dem Engagement von Menschen die an solchen Events teilnehmen, wird eine Botschaft der Hoffnung und des Wandels gesendet.

Vielen Dank für Euere Teilnahme.

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Noemi Solombrino & der gemeinnützige Verein ocean-R-evolution

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