Zu Beginn des Tages versammelten sich alle Kinder auf dem Pausenplatz in einem gossen Kreis. Die Altersstufen waren von erster Klasse bis sechste Klasse durchmischt. Die Schulleiterin Nadine Hörler mit ihrem Team begrüsste alle Teilnehmer mit einem lustigen Namen-Lied im Kreis. Die Kinder und Lehrpersonen hiessen auch unser Team vom Projekt Around The Bodensee CleanUp herzlich Willkommen. Später horchten die Kinder der Einführung des Projektes und hörten dabei sehr aufmerksam zu.
Anschließend machten sich die Schülerinnen und Schüler in altersgemischten Gruppen auf den Weg, um Müll zu sammeln. Sie waren bestens ausgestattet mit Sandkübelchen, Handschuhen, Regenschutz und Leuchtwesten, die sie von zuhause mitgebracht hatten. Während des Sammelns regnete es zwischendurch sogar ziemlich stark. Behutsam kletterten sie über nasse Felsen und zogen aus jedem Winkel und Versteck Müll hervor. Am Seeufer spülte es viel zerstückeltes Styropor an, welches die Kinder sorgfältig zwischen den Steinen zusammen sammelten. Eine Lehrperson welche vorallem im Dorf unterwegs war berichtete später, dass sie im Vergleich zum Vorjahr eher weniger gefunden hatten. Sie sagte sie dachte zuerst, sie selbst schaue zu wenig aufmerksam, bis sie jedoch merkte und sich freute, dass es wirklich weniger Müll war.
Als die Kinder später mit dem gesammelten Müll zum Pausenplatz zurückkehrten, leerten sie ihre gefüllten Eimer auf eine Plane, und wir betrachteten den Fund. Es gab neben kleinsten Plastikstücklein auch grösseren Abfall wie Tetrapaks, einen verrosteten Metallzaun, einen alten Autoreifen, den wohl ein Taucher zuvor an den Uferrand gelegt hatte, ein Schuh bis hin zu einem riesigen Rohr.
Besonders erfreulich war auch der Besuch von Jolanda Lehnherr und Christof Rothenberger vom Gemeinderat. Sie organisierten und brachten leckere Brötchen von der Bäckerei. Diese sahen aus wie Mäuschen mit Schokoriegel und Knopfäuglein bestückt. Die Anwesenheit und Wertschätzung des Gemeinderats zeigten den Kindern und der Schule, wie wertvoll das Müllsammeln in der Natur ist. Auch für die Organisatoren und Mitglieder des Projektes bedeutet diese Geste eine grosse Wertschätzung für die Sache. Darüber hinaus kam nach einem kurzen Anruf, sofort ein sehr freundlicher und aufgestellter Gemeindemitarbeiter von Berlingen mit seinem Fahrzeug, um den gesammelten Müll abzutransportieren.
Nach dem Sammeln beschäftigten sich die Kinder während der Avanti- Projekt -Stunde weiterhin mit dem Thema und verknüpften ihre Erfahrungen in einer Diskussionsrunde mit ihren Werten in der Schule. Die Lehrperson teilte mit, wie schön es war, den Kindern zuzuhören, während sie Umweltschutz mit ihren eigenen Werten verknüpften. Zudem schrieben und zeichneten sie Plakate zu diesem Thema und hängten sie im Klassenzimmer auf.
In der Zwischenzeit reinigten die Vereinsmitglieder des Berlinger Vereins ocean-R-evolution die Sandkübeli der Kinder und wuschen die Holzzangen. Außerdem wurden Interviews für den Jahresfilm aufgenommen. Dieses Projekt in Zusammenarbeit mit der Dorfschule Berlingen, der Gemeinde Berlingen, den Eltern und dem Berlinger Verein verdeutlicht eindrucksvoll den Wert des Miteinanders.
- Das Engagement jedes Einzelnen
- Die Begeisterung der Kinder für die Sache
- Die Vorbildfunktion der Eltern, Lehrpersonen und Erwachsenen
All dies ist entscheidend beim grossen Erfolg vom Grossen Around The Bodensee CleanUp. Gemeinsam gestalten wir das Projekt und damit einen Teil der Zukunft unserer Region und Heimat. Jeder trägt auf seine Weise dazu bei, so wie er kann und möchte.
Vielen Dank! In Berlingen ist es besonders schön, so viel Unterstützung aus der Gemeinschaft zu erhalten, da sowohl das Projekt als auch der Verein hier vor bald 10 Jahren den ersten Schritt gemacht haben. Und übrigens sind unsere selbst gemachten Holzzangen auch aus Berlingen, Dank der Unterstützung von Willi Lutz dem Berlinger Dorfschreiner.
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Noemi Solombrino & der gemeinnützige Verein ocean-R-evolution




